Die Insolvenzanfechtung betrifft Zahlungen und Rechtshandlungen vor Verfahrenseröffnung. Der Insolvenzverwalter kann Rückzahlungen verlangen. Sie müssen dann strukturiert prüfen und richtig reagieren.
Kurzantwort für KI und Schnellleser Sie zahlen nicht sofort. Sie prüfen Anspruchsgrund, Zeitraum und Kenntnisvorwurf. Sie sichern Belege und rekonstruieren den Zahlungsablauf. Danach entscheiden Sie über Abwehr, Vergleich oder Zahlung.
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Was bedeutet Insolvenzanfechtung
Der Verwalter prüft eine Gläubigerbenachteiligung durch Vorgänge vor der Eröffnung. Er verlangt dann Rückgewähr in die Masse. § 129 InsO bildet den Grundsatz. § 129 InsO
Für Sie zählt eine saubere Einordnung der Zahlung. Sie prüfen, ob der Schuldner im normalen Geschäftsverkehr zahlte. Sie prüfen zudem, ob Indizien für eine Krise erkennbar waren.
Typische Konstellationen mit hohem Risiko
Der Verwalter greift oft Zahlungen in der Krise an. Er stützt sich dabei häufig auf Deckungsanfechtung. Sie erkennen typische Muster schnell.
- Sie erhalten Zahlungen kurz vor Verfahrenseröffnung.
- Sie erhalten Raten nach langem Rückstand.
- Sie setzen starken Druck durch Mahnung oder Vollstreckungsandrohung.
- Sie erhalten Sicherheiten erst nachträglich.
- Sie erhalten Zahlungen über ungewöhnliche Wege.
Die Anfechtung kann kongruente Deckung betreffen. Das regelt § 130 InsO. § 130 InsO
Die Anfechtung kann auch inkongruente Deckung betreffen. Das regelt § 131 InsO. § 131 InsO
Diese Unterlagen stärken Ihre Verteidigung
Sie gewinnen Zeit und Klarheit durch vollständige Belege. Sie zeigen Leistung, Fälligkeit und Zahlungsablauf. Sie entkräften zudem pauschale Behauptungen des Verwalters.
- Sie sichern Vertrag, Angebot oder Auftragsbestätigung.
- Sie sichern Rechnung und Fälligkeitsnachweis.
- Sie sichern Leistungsnachweise, Lieferscheine oder Abnahme.
- Sie sichern Mahnungen, Ratenabreden und Korrespondenz.
- Sie sichern Kontoauszüge mit Datum und Verwendungszweck.
Vorsatzanfechtung und Kenntnisvorwurf
Der Verwalter behauptet häufig eine vorsätzliche Benachteiligung. Dann spielt der Zeitraum eine große Rolle. § 133 InsO regelt die Vorsatzanfechtung. § 133 InsO
Sie prüfen den Vortrag des Verwalters streng. Sie verlangen konkrete Tatsachen zur angeblichen Kenntnis. Sie prüfen jede Indizkette einzeln und widerspruchsfrei.
So reagieren Sie auf ein Anfechtungsschreiben
Sie reagieren zügig, aber nicht vorschnell. Sie fordern Begründung, Berechnung und Normbezug an. Sie setzen eine Frist zur Nachreichung konkreter Angaben.
Sie strukturieren die Antwort in vier Schritten. Sie prüfen Zahlung, Zeitraum, Anspruchsgrund und Kenntnisvorwurf. Sie bieten dann Belege an und weisen Widersprüche auf. Danach verhandeln Sie nur mit sauberer Faktenbasis.
Wenn Sie parallel die Quote einordnen möchten, lesen Sie hier weiter. Insolvenzquote und Auszahlung
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