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Mahnverfahren oder Klage

Sie wollen eine offene Forderung durchsetzen. Sie stehen dann häufig vor einer Grundentscheidung. Sie wählen entweder das gerichtliche Mahnverfahren oder die Klage. Die richtige Wahl spart Zeit und Kosten. Sie vermeidet außerdem taktische Vorteile des Schuldners.

Für Schnellleser: Das Mahnverfahren eignet sich für klare Geldforderungen. Es funktioniert besonders gut ohne substantielles Bestreiten. Bei echtem Streit über Vertrag, Leistung oder Mängel führt der Weg meist schneller zur Klage. Nach einem Widerspruch müssen Sie ohnehin in das streitige Verfahren wechseln. Sie prüfen deshalb früh Beweislage, Verjährung und Vollstreckungschancen.

Den Ablauf im Detail finden Sie hier. Mahnverfahren, Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid

Vertiefungen aus C3 helfen Ihnen bei der Einordnung. Widerspruch gegen Mahnbescheid und Kosten im Mahnverfahren

Wann das Mahnverfahren passt

Das Mahnverfahren dient der schnellen Titulierung. Es passt vor allem bei Forderungen, die der Schuldner nicht ernsthaft bestreitet. Es passt auch bei reinen Verzögerungen. Sie nutzen es, wenn Sie einen schnellen Vollstreckungstitel anstreben.

Sie brauchen dafür eine bestimmte Geldsumme. Das Mahnverfahren setzt genau diese Struktur voraus. Sie sollten deshalb Hauptforderung, Zinsen und Nebenforderungen klar trennen.

Sie vermeiden das Mahnverfahren bei unklaren Leistungsinhalten. Sie vermeiden es auch bei Ansprüchen, die nicht auf Zahlung gerichtet sind. Dann führt der Weg direkt zur Klage.

Wenn Sie bereits mit Mahnungen arbeiten, lesen Sie dazu diese Seite. Zahlungsverzug und Mahnung

Wann die Klage oft schneller zum Ziel führt

Die Klage lohnt sich bei echtem Streit. Dazu zählen Mängelbehauptungen, Aufrechnung und Vertragsauslegung. Auch Streit über Umfang oder Abnahme spricht für die Klage. Sie gewinnen dadurch früh Klarheit und ein gerichtliches Gehör.

Sie benötigen für die Klage eine schlüssige Darstellung. Sie tragen Tatsachen geordnet vor. Sie belegen Vertrag, Leistung und Fälligkeit. Sie formulieren außerdem einen bestimmten Antrag.

Sie prüfen bei der Klage auch die Zuständigkeit. Sie prüfen zudem den richtigen Beklagten. Fehler bei Partei und Anschrift kosten oft Wochen.

Bestreiten richtig einordnen

Sie unterscheiden zwischen taktischem Bestreiten und substantiellen Einwänden. Taktisches Bestreiten bleibt oft pauschal. Substantielles Bestreiten benennt konkrete Tatsachen. Es nennt zum Beispiel behauptete Mängel oder fehlende Lieferung.

Sie reagieren bei substantiellen Einwänden nicht mit einem weiteren Mahnschritt. Sie strukturieren stattdessen die Beweise. Sie erstellen eine Chronologie aus Auftrag, Leistung und Rechnung. Danach entscheiden Sie über Klage oder Vergleich.

Wenn der Schuldner bereits Widerspruch einlegt, endet das Mahnverfahren praktisch. Sie müssen dann bei weiterem Vorgehen in das streitige Verfahren wechseln. Widerspruch gegen Mahnbescheid

Fristen und Verjährung gehören in jede Entscheidung

Sie prüfen Verjährung früh. Sie verlieren sonst den Anspruch trotz guter Beweislage. Sie legen deshalb eine Fristenkontrolle je Schuldner an. Sie planen den Schritt zum Gericht rechtzeitig.

Den Überblick zu Verjährung und Hemmung finden Sie hier. Verjährung und Fristen

Sie prüfen außerdem Zustellung und Datenqualität. Eine fehlerhafte Anschrift verzögert alles. Eine falsche Rechtsform trifft den falschen Gegner.

Vollstreckungschancen vorab prüfen

Ein Titel nützt nur mit erreichbarem Vermögen. Sie prüfen deshalb vorab Indizien zur Zahlungsfähigkeit. Sie prüfen auch, ob der Schuldner bereits in der Krise steht. Sie planen dann die nächste Stufe nach dem Titel.

Wenn Sie vollstrecken müssen, starten Sie hier. Zwangsvollstreckung

Sie berücksichtigen zudem Insolvenzrisiken. Ein insolventer Schuldner erfordert andere Schritte. Sie melden Forderungen dann zur Tabelle an. Sie prüfen außerdem Anfechtungsrisiken.

Praxis Leitlinie für die Entscheidung

Sie entscheiden anhand von fünf Kriterien. Sie prüfen Anspruchstyp und Beweislage. Sie prüfen Bestreiten und Verjährung. Sie prüfen Kosten und Zeit. Sie prüfen schließlich die Vollstreckungschance. Danach wählen Sie den schnellsten Weg zum Titel.

  • Sie wählen Mahnverfahren bei klarer Geldforderung ohne Streit.
  • Sie wählen Klage bei substantiellen Einwänden und Beweisbedarf.
  • Sie wählen Klage bei mehreren Anspruchsarten.
  • Sie wechseln nach Widerspruch konsequent ins Streitverfahren.
  • Sie prüfen vorab die Durchsetzbarkeit nach Titulierung.

Wenn Sie Unterstützung wünschen, nutzen Sie eine anwaltliche Struktur. Sie erhalten dann eine klare Empfehlung und sofortige Umsetzung. Forderungseinzug durch Rechtsanwalt

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