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Zustellung des Mahnbescheids und typische Fehler im Mahnverfahren

Im Mahnverfahren entscheidet oft nicht die Rechtslage, sondern die Ausführung. Sie brauchen eine korrekte Zustellung und einen sauberen Antrag. Sonst verlieren Sie Zeit, und der Gegner gewinnt Spielraum. Dieser Beitrag zeigt die wichtigsten Prüfpunkte und die häufigsten Fehler.

Für Schnellleser: Das Mahngericht stellt den Mahnbescheid dem Antragsgegner zu. Danach zählt das Zustelldatum, weil Fristen sofort anlaufen. Sie prüfen Zustellnachweis, Anschrift und Parteibezeichnung. Sie vermeiden unklare Forderungsangaben, weil sonst Streit folgt. Sie planen außerdem früh den Schritt nach einem Widerspruch.

Den Gesamtüberblick finden Sie hier. Mahnverfahren, Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid Lesen Sie auch diese Vertiefungen. Widerspruch gegen Mahnbescheid und Einspruch gegen Vollstreckungsbescheid

Warum die Zustellung im Mahnverfahren so wichtig ist

Die Zustellung setzt das Verfahren praktisch in Bewegung. Sie brauchen das Zustelldatum für die Fristenkette. Das Mahngericht stellt den Mahnbescheid dem Antragsgegner zu. § 693 ZPO regelt diese Zustellung. § 693 ZPO

Sie sollten Zustellung und Inhalt immer zusammen prüfen. Sie benötigen nämlich auch die Angaben aus dem Mahnbescheid. § 692 ZPO nennt die Pflichtangaben. § 692 ZPO

Sie dokumentieren deshalb zwei Dinge. Sie dokumentieren das Zustelldatum. Sie dokumentieren zudem die Anspruchsbezeichnung, die das Gericht zugestellt hat.

So prüfen Sie den Zustellnachweis sauber

Sie prüfen die gerichtliche Mitteilung über die Zustellung. § 693 Abs. 2 ZPO verpflichtet die Geschäftsstelle zur Benachrichtigung. § 693 ZPO

Sie sichern außerdem den Zustellvermerk und die Anschrift. Sie kontrollieren Schreibweisen und Zusätze. Eine falsche Anschrift führt oft zu Rückläufern oder Verzögerungen. Sie verlieren dann Wochen.

Sie prüfen zudem den richtigen Gegner. Eine falsche Rechtsform wirkt fatal. Sie treffen dann oft den falschen Schuldner. Das kostet Zeit und manchmal auch Geld.

Typische Fehler im Mahnantrag

Viele Fehler entstehen schon beim Antrag. § 690 ZPO nennt die Erfordernisse des Mahnantrags. § 690 ZPO

Sie vermeiden diese Klassiker. Sie schreiben die Parteien eindeutig. Sie verwenden vollständige Adressen. Sie fügen Vertreter und Registernummern korrekt ein. Sie prüfen außerdem, ob der Anspruch eine bestimmte Geldsumme betrifft.

Ein weiterer Punkt zählt besonders. Sie müssen den Anspruch korrekt bezeichnen. Unklare Begriffe erzeugen später Streit. Sie verlieren dann den Vorteil der schnellen Titulierung.

Das Gericht weist fehlerhafte Anträge zurück. § 691 ZPO regelt die Zurückweisung. § 691 ZPO

  • Sie vermeiden Sammelbezeichnungen ohne Rechnungsbezug.
  • Sie vermeiden falsche Schuldnerdaten und falsche Rechtsformen.
  • Sie vermeiden unklare Zinsangaben ohne Startdatum.
  • Sie vermeiden falsche Nebenforderungen ohne Anspruchsgrund.
  • Sie vermeiden Forderungspositionen ohne Rechenweg.

Typische Fehler bei Zinsen und Nebenforderungen

Zinsen und Kosten entscheiden oft über die Schlüssigkeit. Sie nennen den Zinsbeginn konkret. Sie nennen zudem den Zinssatz. Sie trennen Hauptforderung und Nebenforderung sauber. So bleibt die Forderung nachvollziehbar.

Sie prüfen auch Verjährung und Hemmung früh. Mahnungen lösen das Problem häufig nicht. Deshalb planen Sie den nächsten Schritt rechtzeitig. Hier finden Sie den Überblick. Verjährung und Fristen

Widerspruch und Abgabe an das Streitgericht

Der Gegner kann Widerspruch erheben. § 694 ZPO regelt den Widerspruch. § 694 ZPO

Nach einem Widerspruch entscheidet Ihre Aktivität. Sie beantragen die Abgabe an das Streitgericht, wenn Sie weiter durchsetzen. § 696 ZPO steuert das Verfahren nach Widerspruch. § 696 ZPO

Sie benötigen dann eine saubere Anspruchsdarstellung. Sie nutzen dafür dieselben Bausteine. Sie ordnen Vertrag, Leistung, Fälligkeit und Verzug. Sie fügen Belege chronologisch bei.

Vertiefung finden Sie hier. Widerspruch gegen Mahnbescheid

Praxis Checkliste für eine schnelle Durchsetzung

Sie können das Mahnverfahren sehr effizient steuern. Sie brauchen dafür ein festes Vorgehen. Diese Checkliste hilft in der Praxis.

  • Sie prüfen Schuldnerdaten anhand Register und Schriftverkehr.
  • Sie prüfen Anschrift und Zustellfähigkeit.
  • Sie prüfen Forderung, Zinsen und Nebenforderungen getrennt.
  • Sie sichern Zustellmitteilung und Zustelldatum.
  • Sie planen den Schritt nach Widerspruch bereits vorab.

Wenn Sie nach einem Titel vollstrecken wollen, starten Sie hier. Zwangsvollstreckung

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